Infoseite über Magnesiomstearat !

 

Um über dieses Thema einmal umfassend informiert zu sein, stellte ich eine Anfrage an den für mich sehr kompetenten Geschäftsführer einer Weltweit tätigen Firma , die Nahrungsergänzungsmittel und hochwertiger Mikronährstoff-Produkte herstellt und  im Sektor der Orthomolekular-Medizin tätig ist.

Hier die Antwort auf meine spezielle Frage :
Was ist  Magnesiomstearat?

Vielen Dank für Ihre Anfrage.
Wie bereits telefonisch besprochen, sende ich Ihnen nachstehend weitere Informationen zum Thema Magnesiumstearat zu.

Magnesiomstearat ist nicht gleich Magnesiomstearat.
Wie Sie anhand unserer Angaben sehen, verwenden wir in unseren Produkten ausschließlich pflanzliche Quellen,

kein Erdöl.

Es wird bei uns als Schmiermittel bei der Tabletten- und Kapselherstellung verwendet,

nicht als Füllstoff

Was ist eigentlich Magnesiumstearat?

Magnesiumstearat ist das Magnesiumsalz der Stearinsäure.
Es wird aus Fetten und Ölen unter Spaltung ihrer Glyceride mittels Magnesium gewonnen.
Es stehen als Ausgangsstoffe der Fette und Öle verschiedene Quellen zur Verfügung.
Unser Haus verwendet hierfür

Palmöl.

Magnesiumstearat besteht auch 96% Stearinsäure (eine gesättigte Fettsäure) und 4% Magnesium.

Stearinsäure ist also eine gesättigte Fettsäure, wie sie auch in vielen tierischen- und pflanzlichen Fetten vorkommt
(z.B. in Kakao, Schokolade, Bonbons, Lutscher, Milchfett, Sojaprodukte, Rapsöl, Kekse, Kuchen, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Rinderfett…).

Stearinsäure ist die am häufigsten vorkommende Fettsäure im menschlichen Körper !

Wenn überschüssige Kohlenhydrate als Fette abgespeichert werden, synthetisieren Fettsäure-Synthase-Enzyme zuerst Stearinsäure aus Abbauprodukten von Glucose (sog. Glucose-Metaboliten).
Aus der Stearinsäure werden dann wiederum andere Fettsäuren synthetisiert. Aufgrund der metabolischen Vertrautheit mit Stearinsäure und deren relative hohe Häufigkeit im Körper, ist es absolut unwahrscheinlich, dass kleine Mengen von Stearinsäure in der Nahrung, im Körper „angereichert“ werden und/oder den Stoffwechsel in irgend einer Form verändern könnten.

Tatsächlich produziert unser Körper
täglich ca. 2 Liter Stearinsäure.

Immun Suppression
Es gibt Studien, die eine Assoziation zwischen Stearinsäure und der Funktion von Immunzellen ergaben. Es ist jedoch wichtig, diese Erkenntnisse im richtigen Kontext zu präsentieren.
Eine oft zitierte Studie von geschwächten natürlichen Killerzell-Funktionen bei Ratten, wurde bei einer „Hoch-Stearinsäure-Diät“ beobachtet.
Diese Studie wurde  in „Biochimica et Biophysica Acta“ veröffentlicht.


Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass


die Ratten 20 Prozent ihres Körpergewichts
an Stearinsäure jeden Tag fraßen.

Die Wirkung der Stearinsäure war vergleichbar mit der von MCT-Fetten, welche man aus Kokosöl gewonnen hatte.

Ähnliche Untersuchungen von menschlichen Zellen in vitro aus der Zeitschrift „Immunology“ zeigen eine immunsuppressive Wirkung der freien Stearinsäure bei T-Zellen von Mäusen.

T-Zellen von Mäusen fehlt jedoch das Enzym „Stearoyl-CoA“ welches Stearinsäure in Ölsäuren umwandeln kann.
Menschen und andere Lebewesen produzieren jedoch dieses Enzym,
weswegen die Studie
nicht auf den Menschen übertragen werden kann.

Als einer der am häufigsten vorkommenden Fettsäuren im menschlichen Körper wäre es unwahrscheinlich, wenn Stearinsäure das Immunsystem beeinflussen würde.

Ein äußerst interessanter Vortrag zum Thema Magnesiumstearat finden Sie unter nachstehendem Link.
https://www.youtube.com/watch

 

Frau Dr. med. Myatt pflückt  in diesem Vortrag die „junk science (Müll-Wissenschaft)“ von Dr. Mercola Stück für Stück auseinander.

Mercola gehört auch zu den Vitamin-Anbietern in den USA, welche das Thema „Magnesiumstearat“ auf seine Fahne geschrieben hat um damit sich einen Wettbewebsvorteil zu erlangen.


Referenzen
 
Biochimica et Biophysica Acta“, Auswirkungen der Variation der Art von gesättigten Fettsäuren in den Ratten-Diet nach Serumlipidspiegel und Milz-Lymphozyten-Funktionen, NM Jeffery, P. Sanderson, EA Newholme, PC Calder, April, 1997

„Immunologie“, Hemmung der Lymphozyten-Proliferation von freien Fettsäuren. II. Die Toxizität von Stearinsäure gegen Phytohämagglutinin- aktivierten T-Zellen, TM Buttke, MA Cuchens, November, 1984
 
„Immunologie“, molekulare Grundlage für die immunsuppressive Wirkung der Stearinsäure auf T-Zellen, PW Tebby, TM Buttke, Oktober, 1990 /Artikel von Lynda Moultry Belcher überprüft Zuletzt aktualisiert am:
31. März 2011 http://www.livestrong.com/


Der Ernährungswissenschaftler Dr. med. Ray Sahelian schreibt zum Thema aufgrund unabhängiger Recherchen:

http://www.raysahelian.com/magnesiumstearate.html

http://www.raysahelian.com/

Magnesiumstearat wird bis zu Tagesmengen von

2500 mg pro kg Körpergewicht als sicher eingestuft.
Bei einem 50kg schweren Menschen bedeutet dies, dass 125 Gramm täglich davon konsumiert werden könnten. In einer Kapsel oder Tablette sind ca. 0,5 mg Magnesiumstearat enthalten.

„Es ist mit keine Humanstudie bekannt, die Nebenwirkungen und Risiken, Gefahren oder Sicherheitsprobleme hätte aufzeigen können.
Es gibt keine Belege dafür, dass Magnesiumstearat in moderaten Mengen schädlich ist.“


Wie kam es zu den Behauptungen Magnesiumstearat sein kritisch für die Gesundheit?

Dr. Klinghardt, sagte in einem US-Interview, dass in den USA in den Tabletten und Kapseln mehr Magnesium-Stearat als Wirkstoffe enthalten seien und in Europa dieser Hilfsstoff weniger ausgeprägt zum Einsatz komme.

Da hat er sich versprochen,  denn es ist gerade umgekehrt. In den USA sind im Vergleich zu Europa bei gleicher Kapsel- oder Tablettengröße deutlich mehr Wirkstoffe enthalten. Schon alleine aus dieser Betrachtungsweise kann man sehen, dass diese Aussage nicht stimmt.

In Europa wird Magnesiumstearat auch zum Auffüllen von Kapseln verwendet.

Fakt ist, bei einer 1000 mg Tablette befinden sich zwischen 5-20 mg Magnesiumstearat.
Dr. Ray Sahelian bestätigt dies auf seiner unabhängigen Website.


Die Hersteller, die sich oftmals mit Aussagen wie „unsere Produkte sind frei von Magesiumstearat“ hervortun, werden auf Ihren Etiketten eine andere Inhaltsbeschreibung:
Pflanzenfettsäuren der Magnesiumsalze„.
Das ist dasselbe wie Magesiumstearat.

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Schreiben genügend Hinweise gegeben zu haben um sich ein unabhängiges Bild machen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

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